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Klassische Homöopathie

Seit dem Beginn meiner ersten Ausbildung als Ergotherapeutin treibt mich die Frage um, welche Umstände dazu führen, dass Menschen krank werden.

Die Schulmedizin gab mir darauf nicht ausreichend Antworten, so ließ ich mich zur Heilpraktikerin ausbilden.

Als klassische Homöopathin arbeite ich nun seit 1996 Jahren in enger Zusammenarbeit mit Hebammen und freue mich, viele Kinder, aber auch Erwachsene und ganze Familien homöopathisch begleiten zu dürfen.

Zurückblickend kann ich sagen, dass gerade die Kinder, die ich von klein auf behandelt habe (auch meine eigenen) vergleichsweise wenig bis gar keine antibiotischen Behandlungen benötigten, sehr selten unter Allergien oder sonstigen schwereren Erkrankungen leiden.

Mein Ziel, die Gesundheit zu stärken und nicht in erster Linie „Krankheit zu bekämpfen“ sehe ich in dieser Arbeit verwirklicht.

Regelmäßig biete ich Kurse zur Selbstbehandlung bei kleineren Erkrankungen und Verletzungen an.

Weitere Schwerpunkt meiner Arbeit sind:

  • die kindliche Bewegungsentwicklung
  • Lernen, Bewegung und Stress
  • Gesundheit am Arbeitsplatz
  • Stressbewältigung

Zu diesen Themen biete ich Einzelberatungen oder auch Workshops an.

Ich freue mich auf Sie !


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Vor gut 200 Jahren entdeckte der Arzt, Apotheker und Chemiker Dr. Samuel Hahnemann durch langjährige Experimente und exaktes Beobachten die klassische Homöopathie.

Hierbei hat er zwei für das Heilen äußerst wichtige Tatsachen festgestellt:

1. Wenn man gesunden Menschen bestimmte Stoffe in kleinsten Dosen regelmäßig eingibt, dann erzeugen sie Krankheitserscheinungen, die für den Stoff charakteristisch sind. Viele Menschen haben an sich selbst schon ähnliche Erfahrungen gemacht, ohne weiter darüber nachzudenken: Der Kaffee erzeugt Herzklopfen und Schlaflosigkeit, die Zwiebel ruft beim Schneiden Augentränen und Schnupfen hervor., u.s.w. Und auch von den Giften ist bekannt, dass jedes Gift ein von den anderen zu unterscheidendes Vergiftungsbild erzeugt. Der mit Tollkirsche vergiftete bekommt andere Symptome als der mit Arsen oder dem Fliegenpilz Vergiftete u.s.w. Hahnemann hatte im Jahr 1790 durch einen Selbstversuch mit Chinarinde , aus der man Chinin gewinnt, begonnen, diese Erscheinungen wissenschaftlich zu untersuchen. Nach der Einnahme kleinster Mengen Chinarindenpulver wurde er „krank“ und bekam malariaähnliche Symptome. Daraufhin sammelte er eine Reihe von Freiwilligen um sich und prüfte an diesen und sich selbst über Jahre hinweg viele Arzneistoffe auf ihre Wirkung, wobei die auftretenden Symptome genau notiert wurden. So entstanden die homöopathischen Arzneimittelbilder, die Aufschluss darüber geben, welche Wirkungen ein bestimmter Stoff auf den menschlichen Organismus hat.

2. In weiteren langjährigen Experimenten stellte er fest, dass nur derjenige Arzneistoff in der Lage ist einen kranken Menschen zu heilen, dessen Arzneimittelbild dem Symptomenbild ähnlich ist, das ein erkrankter Mensch hervorbringt. Einfach gesagt bedeutet das, , dass z.B. ein bestimmter Kopfschmerz nur von einem Mittel geheilt werden kann, das am gesunden einen ähnlichen Kopfschmerz erzeugen kann, ein wässriger Schnupfen nur von einer Arznei gebessert werden kann, die einen wässrigen ( und nicht etwa einen dicken schleimigen) Schnupfen hervorruft.

Die Aufgabe des Homöopathen besteht darin, für seinen Patienten ein „Simile“ (=Ähnliches) oder gar ein „Simillimum“ (= das Ähnlichste) zu finden. Er benötigt dafür die genaue Beschreibung der Symptome und Zeichen des Patienten. Hierfür braucht man sehr viel Zeit. Auch die Krankheiten der früheren Zeiten, sogar die der Vorfahren werden nicht außer Acht gelassen, das sie auf die aktuelle Erkrankung des Patienten Einfluss haben können.

Diese , nur der Homöopathie eigene, gründliche Fallaufnahme, bei der der Homöopath sich schriftliche Aufzeichnungen macht, ist deswegen nötig, damit er sich einen detaillierten Überblick über alle krankhaften Vorgänge im Leben seines Patienten verschaffen kann. Die Patienten werden gebeten, diese Arbeit mit allen Kräften zu unterstützen und keinesfalls irgendetwas zu verschweigen, selbst wenn es für Sie peinlich, lächerlich oder unwichtig zu sein scheint. Aus der so gefundenen Gesamtsymptomatik muss der Homöopath dann die wichtigsten Symptome heraussuchen, die einem bestimmten Mittelbild ähnlich sind. In manchen langwierigen , chronischen Krankheiten, die schon durch viele Medikamente vorbehandelt wurden, ist die Mittelfindung eine äußerst schwierige Aufgabe- eine wirkliche Heilkunst-, zu der wiederum Zeit und Konzentration benötigt werden und der Homöopath manche Mittelbilder in seinen Arzneimittellehren, Repertorien oder gar mit der Hilfe eines Computerprogrammes in aller Ruhe durchstudieren muss.

Hahnemann fand in seinen über 50jährigen Forschungen heraus, dass die örtlichen Krankheitserscheinungen, die „Symptome und Zeichen“ gar nicht die Krankheit selber sind, sondern nur ihr nach außen sicht- und fühlbarer Eindruck. In Wirklichkeit ist eine tief im Zentrum des Menschen wirkende Kraft aus der Harmonie und Ordnung geraten, was den Menschen dann krank macht. Er nennt sie die „Lebenskraft“. Sie ist nicht Materielles, sondern „Dynamisch, energetisch, geistartig“. (Zum Vergleich: der elektrische Strom ist auch nicht sichtbar und hat dennoch eine Wirk-kraft) Sie gibt dem materiellen Teil unseres Organismus, der aus Atomen, Molekülen, Zellen, Zellverbänden, Organen u.s.w. besteht, überhaupt erst das Leben (beim Tod verschwindet sie), erhält und steuert alle Lebensvorgänge und „sagt“ gewissermaßen allen Bausteinen dieses Organismus, was sie zu tun und zu lassen haben. So bringt die Lebenskraft Harmonie und Ordnung in ihn. Wenn nun irgendwo Krankheitszeichen auftreten, dann ist das ein Zeichen dafür, dass diese Lebenskraft aus der Harmonie geraten ist. Erst unter diesen Bedingungen können sich Krankheitserreger vermehren. Die Aufgabe besteht also darin, durch geeignete Mittel wieder Ordnung und Harmonie in der Lebenskraft herzustellen. Sie ist die einzig richtige Stelle, an der Heilung bewerkstelligt werden kann. Das hat für den Homöopathen ganz entscheidende Konsequenzen:

1. Wenn ein Patient irgendwo eine örtliche Erkrankung hat (z.B. ein Magengeschwür, eine Mandel- oder Blasenentzündung, Migräne, Asthma, o.a.) dann weiß der Homöopath, dass dies nur äußere Zeichen einer Störung der Lebenskraft sind. Da eine solche Störung sich aber auch noch gleichzeitig in ganz anderen Bereichen des Organismus ausdrücken kann, sucht er solche Zeichen am ganzen Menschen, einschließlich seines Gemüts) zu entdecken. Nur wenn er alle diese Zeichen entdecken kann, wird er das heilende Mittel finden. Klassische Homöopathie ist Ganzheitsmedizin.

2. Da die Lebenskraft nichts Materielles ist, sondern etwas Energetisches, Dynamisches, müssen auch die Medikamente, die sie wieder zur Harmonie bringen sollen, nichts Materielles sein. Hahnemann hat daher -wieder in jahrelangen Forschungen- ein bestimmtes Verfahren entwickelt, durch das die Arzneien entmaterialisiert werden und doch ihre Wirksamkeit enthalten, ja in dieser sogar gesteigert werden. Man nennt es die „Potenzierung“. Dabei wird der Ausgangsstoff der Arznei stufenweise verdünnt (mit Alkohol oder Milchzucker) und bei jeder Stufe kräftig geschüttelt oder verrieben.

Manch einem kommen diese Hochpotenzen befremdlich vor, weil ja „nichts mehr drin“ zu sein scheint. Jedoch werden auch tonnenschwere Raumstationen von einzigen Funksignalen gesteuert. Auch in diesen Funksignalen ist kein einziges Teilchen Materie enthalten. Es kommt nur darauf an, dass es das richtige Funksignal ist, sonst bewirkt es nichts.

Manchmal können unter homöopathischen Behandlungen auch heftige Reaktionen auftreten (z.B treten häufig alte Symptome nochmals kurzfristig auf, die noch nicht ausgeheilt waren). Dies sind zumeist günstige Zeichen, da sie ein „Arbeiten “ der Lebenskraft anzeigen. Diese Reaktionen müssen gut beobachtet werden, um den Therapieverlauf richtig beurteilen zu können. Oftmals benötigt man in chronischen Fällen Folgemittel, die jeweils wieder nach dem aktuellen Befinden ausgewählt werden müssen.

Geeignet für die homöopathische Behandlung sind akut und chronisch Kranke, so weit wichtige Gewebe und Organe noch nicht zerstört sind. Aber auch hier können Teilerfolge möglich sein.

Homöopathie kann in allen Altersgruppen angewendet werden.